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Ein Herrenportrait wird restauriert

Portrait- Restaurierung eines Gemäldes des Rokoko, Herrenportait eines Maltesers

Eine Restaurierung ist immer individuell und richtet sich nach den Schäden und dem alltemeinen Zustand des Objektes. Die Restaurierung dieses Herrenbildnisses steht exemplarisch für den Ablauf einer Gemälde-Restaurierung. Die Schritte variieren aber von Fall zu Fall.

Schritt für Schritt bei der Portrait- Restaurierung erklärt, siehe hierfür auch:

  • Oberflächenreinigung und Firnisabnahme
  • Festigung der Bildschicht
  • Kittung der Fehlstellen
  • Schleifen und Ablöschen der Fehlstellen
  • Retuschen
  • Nachspannen
  • Firnisauftrag, mehrschichtig

Herrenportrait während Firnisabnahme, ein Schnitt in der Mitte macht ersichtlich, wie groß der Grad der Verschmutzung bei diesem Portrait eigentlich ist.

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Detail des Herrenportraits nach der Firnisabnahme
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Portrait nach Abnahme Übermalungen, Fehlstellen sind freigelegt

Herrenportrait des Rokoko. Zwischenschritte zeige:
1.während Firnisabnahme
2.nach Firnisabnahme, freigelegte Fehlstellen unter reichlich Übermalung
3.en detail Fehlstellen im Gesicht und Rest vergilbter Firnis
4. komplett freigelegtes Gesicht
5. Endzustand nach Kittung und Retusche
6. komplett Firnisauftrag, Rahmen nicht orginal, Berliner Leiste

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Fertig restauriertes Gemälde, im Zierrahmen, hier Berliner Leiste,be der es sich um einen schlichten Profilrahmen mit abgestuftem Profil handelt, versehen mit einer Versilberung und Waschgold.

Kontakt gern unter:

Tel.: 0261-22461

oder mail:

etringer@restauratorin.net

Kleiner Exkurs zu Portaitmalerei

Die Porträtmalerei des 18. Jahrhunderts

Die Portaitmalerei des 18. Jahrhunderts war stark geprägt von einem umfassenden Wandel, der von der spielerischen Eleganz des Rokoko bin hin zur strengen Rationalität des Klassizismus reichte.

Während zu Beginn des 18. Jahrhunderts die Selbstdarstellung des Adels im Vordergrund stand, öffnete sich die Kunst zunehmend bürgerlichen Idealen und einer psychologischen Tiefe. 

Zentrale Epochen und Stile
  • Rokoko (ca. 1720–1770): Dieser Stil betonte Leichtigkeit, Anmut und Intimität. Porträts zeigten Aristokraten oft in idyllischen Landschaften oder bei Freizeitaktivitäten, wobei prächtige Gewänder und eine helle, pastellene Farbpalette dominierten.
  • Klassizismus (ab ca. 1770): Als Gegenbewegung zum Rokoko suchte der Klassizismus Inspiration in der Antike. Die Gemälde zeichneten sich durch klare Linien, nüchterne Kompositionen und eine Rückbesinnung auf Tugend und Vernunft aus.
  • Aufklärung: Unter dem Einfluss der Aufklärung gewannen Familienporträts und Darstellungen, die den individuellen Charakter und das intellektuelle Leben betonten, an Bedeutung.

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