Holzskulpturen restaurieren
Warum benötigen Holzskulpturen eine Restaurierung?
Holzskulpturen verändern sich im Laufe der Zeit durch natürliche Alterungsprozesse und Umwelteinflüsse. Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit können Spannungen im Holz verursachen. Auch holzzerstörende Insekten, Verschmutzungen oder frühere Restaurierungen können die Stabilität und das Erscheinungsbild einer Skulptur beeinträchtigen.
Eine restauratorische Behandlung dient dazu, die originale Substanz zu sichern und den langfristigen Erhalt des Kunstwerks zu gewährleisten.
Restaurierung historischer Holzskulpturen im Rheinland und an der Mosel
Seit vielen Jahren restaurieren wir Holzskulpturen für Kirchengemeinden, Klöster, öffentliche Einrichtungen und Privatpersonen im Raum Koblenz, Mainz, Trier, entlang des Mittelrheins und der Mosel sowie in Eifel, Hunsrück, Taunus und Westerwald.
Zu den restaurierten Objekten gehören unter anderem Heiligenfiguren, gefasste Plastiken, Altarskulpturen und historische Schnitzfiguren unterschiedlicher Epochen – vom Mittelalter bis zur Moderne.



Welche Schäden treten bei Holzskulpturen auf?
Zu den häufigsten Schäden gehören:
- Risse und Spannungen im Holz
- Schäden durch holzzerstörende Insekten, beispielsweise Anobien
- gelockerte oder abblätternde Farbfassungen
- Verschmutzungen und ältere Überarbeitungen
- Fehlstellen an Holz, Fassung oder Vergoldung
Nicht jede Holzskulptur benötigt die gleichen Restaurierungsmaßnahmen. Welche Behandlung sinnvoll ist, richtet sich immer nach dem individuellen Zustand des Kunstwerks.
Gut zu wissen: Alte Fraßgänge sind nicht automatisch ein Hinweis auf einen aktiven Schädlingsbefall. Ob eine Behandlung erforderlich ist, lässt sich erst nach einer restauratorischen Untersuchung beurteilen.



Wie werden Holzskulpturen restauriert?
Jede Restaurierung beginnt mit einer sorgfältigen Untersuchung des Kunstwerks. Auf dieser Grundlage wird ein individuell abgestimmtes Restaurierungskonzept entwickelt.
Je nach Schadensbild können unter anderem folgende Maßnahmen erforderlich sein:
- Festigung geschwächter Holzsubstanz
- Sicherung der Farbfassung
- Reinigung der Oberfläche
- Reduzierung störender Überarbeitungen
- Kittung und Retusche von Fehlstellen
Die Farbfassung bezeichnet die historische Bemalung oder Vergoldung einer Holzskulptur. Gelockerte Fassungen werden sorgfältig gefestigt, um weitere Substanzverluste zu verhindern.



Restaurierung mit Verantwortung
Jede Holzskulptur ist ein historisches Unikat. Ziel der Restaurierung ist es, die originale Substanz möglichst vollständig zu erhalten und Eingriffe auf das notwendige Maß zu beschränken.
Unsere Arbeit orientiert sich an den anerkannten restauratorischen Grundsätzen:
- Erhaltung der Originalsubstanz
- möglichst schonende und materialgerechte Behandlung
- reversible Restaurierungsmaterialien, soweit konservatorisch sinnvoll
- vollständige fotografische und schriftliche Dokumentation
Restauratorischer Hinweis: Ziel einer Restaurierung ist nicht die Wiederherstellung eines Neuzustands. Im Mittelpunkt stehen die Sicherung der historischen Substanz und der respektvolle Umgang mit der Geschichte des Kunstwerks.
Beratung zur Restaurierung von Holzskulpturen
Sie möchten eine Holzskulptur, Heiligenfigur oder gefasste Holzplastik restaurieren lassen?
Gerne untersuchen wir Ihr Kunstwerk und beraten Sie persönlich. Wir betreuen Kirchengemeinden, Museen und Privatpersonen in Koblenz, Mainz, Trier, im Mittelrheintal, an der Mosel sowie in den angrenzenden Regionen. Nach einer sorgfältigen Begutachtung erhalten Sie eine fundierte Einschätzung der geeigneten konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen.




Reichhaltige Erfahrung in der Restaurierung von Skulpturen des Mittelalters, Barocks bis moderne Holzskulpturen
Wir sind auf die Restaurierung von Holzskulpturen in Kirchen und Gemeinden im Rheinland und der Pfalz ausgerichtet und beraten Kirchengemeinden und Klöster. Restaurierungsbedarf ist häufig angesagt, wenn ein Holzschädling die Stabilität des Holzes reduziert hat und ein aktuter Befall zu verzeichnen ist, häufig handelt es sich aber auch um „Altschäden“, instabiles Holz und Fassungsabblätterungen, die das Erscheinungsbild von Holzskulpturen stark beeinträchtigen und letztenendes zum Zerfall eines Kunstobjektes beitragen. Besondere Expertise haben wir in der Befundung und restauratorischen Bearbeitung von Holzskulpturen aus der Region, also Mittelrhein bis Moselland.
Wir arbeiten vor Ort in Eifel, Hunsrück, Taunus und Westerwald, an Rhein und Mosel, in Koblenz, Mainz, Trier, Cochem, Traben-Trabach, Zell, Bernkastel-Kues, Treis-Karden, Simmern, Mayen, Mendig, Unkel, Montabaur, Limburg, Diez, Hadamar, Wittlich, Bendorf, Vallendar, Neuwied.
Zentrale Schritte der Restaurierung
Der Prozess bei der Restaurierung von Holzskulpturen beginnt stets mit einer genauen Schadensanalyse.
Typische Maßnahmen bei der Behandlung von Holzskulpturen umfassen:
- Festigung der Holzsubstanz: Behandlung von Schäden durch Holzschädlinge (z. B. Anobien) oder Fäulnis, oft durch Injektion von Festigungsmitteln.
- Sicherung der Fassung: Die „Fassung“ bezeichnet die Bemalung oder Vergoldung der Skulptur. Lockere Farbschichten werden niedergelegt und gefestigt, um weiteren Verlust zu verhindern.
- Reinigung: Vorsichtige Abnahme von Oberflächenverschmutzungen, vergilbten Firnissen oder störenden Übermalungen früherer Epochen.
Referenzen, ausgewählte Projekte:
Bad Neuenahr, Rosenkranzkirche
Zwei Kerzenleuchter (Holz, Polimentvergoldung), Neufassung
Kamp-Bornhofen, Wallfahrtskloster
Auferstehungs-Christus (Plastik aus Terrakotta, farbige Fassung (19. Jahr.)
Ahrweiler, Katholische Pfarrkirche St. Laurentius
Restaurierung von zwei neogotischen Schnitzaltären mit farbiger Fassung, Restaurierung von 4 barocken Großskulpturen mit Blattvergoldung, Zusammenarbeit mit Holzrestaurator Stephan Retterath, Mendig
Bad Neuenahr, Rosenkranzkirche
Kreuzweg, 14 Einzelgemälde (Gemälde auf Zinkblech, geschnitze und vergoldete Zierrahmen), Reinigung der Gemälde, Kittung, Retusche, Ergänzung der Ornamentik, Nachvergoldung
Andernach, Mariendom
Restaurierung eines schmiedeeisernen Kandelabers aus Metall mit Versilberung und Lüstertechnik, barock, um 1700


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