Restaurierung von Gemälden auf Leinwand – Konservierung historischer Leinwandgemälde
Einleitung
Leinwandgemälde gehören seit der Renaissance zu den wichtigsten Bildträgern der europäischen Malerei. Trotz ihrer hohen Stabilität reagieren Leinwand, Grundierung und Malschicht empfindlich auf Alterungsprozesse, Klimaschwankungen und mechanische Belastungen. Risse, Spannungsverlust, gelockerte Malschichten oder vergilbte Firnisse gehören deshalb zu den häufigsten Schäden.




Die Restaurierung verfolgt nicht das Ziel, ein Gemälde „wie neu“ erscheinen zu lassen. Im Mittelpunkt stehen der Erhalt der historischen Originalsubstanz, die Sicherung gefährdeter Bereiche und die langfristige Bewahrung des Kunstwerks.
Typische Schäden an Leinwandgemälden
Leinwandgemälde bestehen aus mehreren Materialien, die unterschiedlich altern. Dadurch entstehen im Laufe der Zeit verschiedene Schadensbilder.
Zu den häufigsten Schäden gehören:
- Risse und Löcher in der Leinwand
- Spannungsverlust und Verformungen
- Ablösungen der Malschicht
- Craquelé und Farbverluste
- vergilbte oder nachgedunkelte Firnisse
- frühere Übermalungen
- Verschmutzungen
- Schäden durch unsachgemäße Lagerung oder Transport
Nicht jeder Schaden erfordert dieselbe restauratorische Behandlung. Deshalb wird jedes Gemälde zunächst sorgfältig untersucht.




Untersuchung und Restaurierung
Vor jeder Restaurierung werden Aufbau, Materialien und Schadensursachen dokumentiert. Erst danach wird entschieden, welche konservatorischen Maßnahmen sinnvoll sind.
Je nach Zustand können folgende Arbeiten erforderlich sein:
- Festigung lockerer Malschichten
- Schließung von Rissen
- Stabilisierung der Leinwand
- Reinigung der Oberfläche
- Firnisabnahme
- Kittung von Fehlstellen
- Retusche
- Schlussfirnis
Alle Maßnahmen erfolgen nach restaurierungsethischen Grundsätzen und mit möglichst reversiblen Materialien.



Risse und Löcher fachgerecht schließen
Mechanische Beschädigungen gehören zu den häufigsten Schäden an Leinwandgemälden. Sie entstehen beispielsweise durch Stöße, Transporte oder unsachgemäße Lagerung.
Während früher häufig eine vollständige Doublierung durchgeführt wurde, kommen heute wesentlich schonendere Verfahren zum Einsatz. Kleine Risse können häufig Faden für Faden unter dem Mikroskop geschlossen werden. Dabei werden die einzelnen Leinwandfäden exakt zusammengeführt und stabilisiert.
Nach der Stabilisierung werden Fehlstellen gekittet, strukturell angepasst und anschließend mit reversiblen Restaurierungsfarben retuschiert.





Das Gemälde des Koblenzer Künstlers Hanns Sprung hatte einige Risse in der Leinwand. Die Fotos zeigen die einzelnen Schritte der Schließung eines Risses im Ölgemälde. Das Gemälde von Hanns Sprung wird heute im Mittelrhein-Museum in Koblenz aufbewahrt.
Reinigung und Firnisabnahme
Staub, Ruß und vergilbte Firnisse verändern im Laufe der Jahre das Erscheinungsbild eines Gemäldes erheblich.
Vor jeder Reinigung werden Materialverträglichkeit und Empfindlichkeit sorgfältig geprüft. Erst danach erfolgt – falls restauratorisch sinnvoll – die Reinigung oder die Abnahme eines gealterten Firnisses.
Dadurch können Farben, Kontraste und Tiefenwirkung häufig wieder deutlich besser sichtbar werden, ohne die originale Malschicht zu beeinträchtigen.




Präventive Konservierung
Nicht jeder Schaden muss restauriert werden. Häufig lässt sich durch geeignete Lagerung bereits viel erreichen.
Empfehlenswert sind:
- konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit
- Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung
- ausreichender Abstand zu Heizkörpern
- fachgerechte Verpackung beim Transport
- Rückseitenschutz für Leinwandgemälde
Gerade der Rückseitenschutz trägt wesentlich dazu bei, Staub, Schmutz und klimatische Einflüsse vom Gemälde fernzuhalten.
Restaurierungsbeispiele
Anhand verschiedener Projekte aus unserem Atelier wird deutlich, wie unterschiedlich Restaurierungen verlaufen können.
Zu den häufigsten Maßnahmen gehören:
- Rissverklebungen
- Festigung lockerer Malschichten
- Firnisabnahmen
- Retuschen
- Verbesserung der Leinwandspannung
- Anbringen eines Rückseitenschutzes
Die abgebildeten Beispiele zeigen Restaurierungen historischer und moderner Leinwandgemälde aus privaten Sammlungen sowie öffentlichen Einrichtungen.



Häufig gestellte Fragen
Kann ein gerissenes Gemälde restauriert werden?
Ja. Viele Risse und kleinere Löcher lassen sich konservatorisch stabilisieren und optisch unauffällig schließen.
Muss jedes Gemälde gereinigt werden?
Nein. Vor jeder Reinigung wird geprüft, ob sie restauratorisch sinnvoll und für die originale Malschicht unbedenklich ist.
Wie lange dauert eine Restaurierung?
Je nach Schadensbild wenige Tage bis mehrere Wochen.
Was kostet eine Gemälderestaurierung?
Die Kosten richten sich nach Größe, Technik und Erhaltungszustand. Nach Übersendung von Fotos erhalten Sie eine erste Einschätzung.
Beratung
Jedes Leinwandgemälde besitzt seine eigene Geschichte und erfordert eine individuelle restauratorische Beurteilung. Gerne berate ich Sie persönlich und entwickle auf Grundlage einer sorgfältigen Untersuchung ein geeignetes Restaurierungskonzept.


Risse und Löcher in Gemälden
Als moderne Methode zur Schließung von kleinen Rissen, die früher
Restaurierung von Leinwandgemälden & Ölgemälden | Restauratorin Koblenz
- Schäden an Leinwandgemälden
- Risse und Löcher in Leinwand
- Restaurierungstechniken
- Ablauf der Gemälderestaurierung
- Konservierung von Ölgemälden
Gemälderestaurierung auf Leinwand – Risse, Reinigung & Konservierung von Leinwandgemälden
Leinwandgemälde sind besonders empfindlich gegenüber Rissen, Spannungsverlust und Verschmutzung. Als diplomierte Restauratorin in Koblenz, Bonn, Mainz und Frankfurt biete ich die fachgerechte Restaurierung von Gemälden auf Leinwand an.





Das Gemälde des Koblenzer Künstlers Hanns Sprung hatte einige Risse in der Leinwand. Die Fotos zeigen die einzelnen Schritte der Schließung eines Risses im Ölgemälde. Das Gemälde von Hanns Sprung wird heute im Mittelrhein-Museum in Koblenz aufbewahrt.
Schäden an Leinwandgemälden
- Spannungsverlust
- Risse
- Löcher
- lose Malschicht
- Firnisvergilbung
Restaurierungstechniken
Nachspannen der Leinwand
Rissverklebung
Intarsierung
Malschichtfestigung
Firnisabnahme
Reinigung
Der typische Ablauf einer Restaurierung eines Gemäldes sieht wie folgt aus:
Ablauf der Restaurierung
- Untersuchung
- Dokumentation
- Konservierung
- Restaurierung
- Retusche
- Schutzfirnis
Ich restauriere Leinwandgemälde für private Sammler, Kirchen und Museen in Koblenz, Bonn, Mainz und Frankfurt am Main.


Kontakt gern unter:
Tel.: 0261-22461
oder mail:
Restaurierung in Bonn, Mainz und Frankfurt
Wir restaurieren Gemälde auf Leinwand für private Sammler, Kirchen und Museen in Koblenz, Bonn, Mainz und Frankfurt am Main.
Für den Transport Ihres Kunstwerkes wird dieses von mir sachgerecht verpackt. Abholung und Rücktransport auch größerer Gemälde sind möglich.




Restaurierung eines Ölgemäldes aus Bonn mit Rissverklebung und Firnisabnahme.




Das Ölgemälde des Eifel-Malers Volkmann aus einer Bonner Sammlung wurde mit modernen Methoden und reversiblen Materialien restauriert.
Schäden:
- Risse in Leinwand
- Blätternde Bildschicht
- Risse in Bildschicht
- vergilbter Firnis
- vergilbte alte Retuschen
Erfolgte Restaurierung, Maßnahmen:
- Rissverklebung
- Fäden wurden miteinander verklebt
- Kittung der Fehlstelle mit Kreidekitt
- Firnisabnahme
- Festigung der Farbschicht
- Retusche
- Firnauftrag
- Verbesserung der Leinwandspannung
- Anbringen eines Rückseitenschutzes


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