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Gemälde aus Brandschaden

Pastoren- Portrait des 16. Jahrhunderts (Öl auf Leinwand)

Das Ölgemälde der ausgehenden Renaissance war stark geschädigt durch einen Brand. Die, vom Feuer verursachten Brandprodukte (Russ) lagen millimeterdick auf dem Gemälde, der Firnis war durch die Hitze stark verbräunt und verhärtet. Um das Gemälde zu retten war eine Firnisabnahme nach der oberflächlichen Gemäldereinigung unumgänglich.

Restaurierungsmaßnahmen im Uhrzeigersinn, links oben angefangen:

  • Zustand nach Bergung im Brandhaus, das Gemälde und der Rahmen sind stark verrusst nach dem Brand
  • Nach einer ersten Reinigung vor Ort im Brandhaus wurde der Firnis abgenommen
  • Auch die Übermalungen einer früheren Restaurierung wurden entfernt
  • Das Gemälde wurde gekittet als Vorbereitung für die Retusche
  • zum Schluss wurde das Gemälde retuschiert und wieder in den alten Zierrahmen eingerahmt
  • auch der Zierrahmen wurde restauriert

FAQ

Kann ein Gemälde nach einem Brand gerettet werden?

Sofern ein Gemälde nicht komplett den Flammen zum Opfer gefallen ist kann es immer noch durch passende Maßnahmen restauriert werden. Häufig sind Brandblasen ein Problem bei der Restaurierung, sie sind kaum reversibel, lassen sich lediglich etwas glätten und niederlegen. Russ und andere Brandrückstände lassen sich meist gut entfernen von der Oberfläche. Oft kann ein Firnis die Malerei schützen und ist Opferschicht, der Firnis sollte möglichst vollständig entfern werden bei einem brandgeschädigten Gemälde

Wie gefährlich sind Rußablagerungen?

Sie schädigen ein Kunstwerk nachhaltig, wenn Ruß nicht rechtzeitig gereinigt wird. Daher ist schnelles Handeln angezeigt, die Reinigung gehört aber absolut in Restauratorenhand.

Was passiert bei Hitzeschäden?

Die Materialien arbeiten und dehnen sich aus, sie werden stark strapaziert. An Ölgemälden sind dann häufig Brandblasen zu sehen.

Sind Löschwasserschäden behandelbar?

Übernimmt die Versicherung Restaurierungskosten?


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