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Ein Gemälde von Paula Monje in der Nationalgalerie in Berlin

Vor drei Jahren kam das großformatige Gemälde der Düsseldorfer Künstlerin Paula Monje zu uns in die Werkstatt um einige Maßnahmen am aufwendig gestalteten Stuckrahmen durchzuführen. Kürzlich haben wir erfahren, dass das Genregemälde der Künstlerin nun in einer Ausstellung in der Berliner Nationalgalerie zu sehen ist. Die Ausstellung befasst sich thematisch mit den Künstlerinnen in der Zeit um 1900, nicht gerade die Zeit, in der es für eine Frau „normal“ war als Malerin zu arbeiten. Es war nicht einfach, als Frau neben den malenden Kollegen zu bestehen, vor allem so ernst genommen zu werden, um es in die Aufnahme einer musealen Sammlung zu schaffen. So kämpfte Monje wohl bis ins höhere Alter mit der Anerkennung ihres Werkes, das, so wie das Schicksal vieler anderer Malerinnen ein Dasein in den Museumsdepots fristen mussten.

Dieses großformatige Gemälde war vor ein paar Jahren in unserem Atelier und wird in der Berliner Ausstellung “ Kampf um Sichtbarkeit
Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1919″ bis Anfang 2020 gezeigt, Alte Nationalgalerie Berlin

In der Ausstellung „Kampf um Sichtbarkeit“in der Berlinder Nationalgalerie haben nun die Kuratoren gerade jene Künstlerinnen aus den Depots geholt, die zu Lebzeiten vom Fachpublikum ignoriert wurden. Eine spannende Auseinandersetzung mit bislang kaum entdeckten Künstlerinnen.

Bei der Restaurierung von Stuckrahmen und Gemälde konnten wir uns intensiv mit der Malerei von Paula Moje bechäftigen und waren begeistert von der hohen Qualität. Beeindruckend warnicht zuletzt die Monumentalität des Gemäldes, das nicht zuletzt durch den vergoldeten Stuckrahmen beeindruckt. Ich weiß noch, dass ich sehr überrascht war, dass es sich zm eine Malerin handelt, bei einem so kräftigen Pinselduktus und akademischer Malweise in diesem großen Format geht man tatsächlich erst mal von einem Maler aus, datiert man das Gemälde in das frühe 20. Jahrhundert.


Restaurierung an Kanzel

Wir freuen uns, dass die Restaurierung der Kanzel in der Kirche St. Marien zu Bad Breisig so gut wie abgeschlossen ist. Unsere wochenlange Arbeit brachte dank des tollen Teams eine bauzeitliche Marmorierung zutage. Die feurige Marmorierung des Rokoko wurde vor ca. 100 Jahren dunkelbraun überstrichen, sodass das Erscheinungsbild der Kanzel vor der Restaurierung stumpf und fad erschien. Der Charme des Rokoko ließ sich nur noch anhand der beeindruckenden Schnitzereien der Kanzel erahnen.

Nach holztechnischen Maßnahmen durch Diplom-Restauratorin Daniela Jacek wurde die Fassung konservatorisch und restauratorisch bearbeitet. Dabei stand die Herausarbeitung der originalen Charakters der Kanzel im Fokus der Restaurierung. Aufgrund einer eingehenden Voruntersuchung mit stratigrafischen Schnitten konnte auf eine gut erhaltene Originalfassung des 18. Jahrhunderts geschlossen werden. Das urspüngliche Erschienungsbild sollte bei der Restaurierung bewahrt werden. Daher wurde die spätere Farbfassung (dunkelbraun) mittels Lösemittel und mechanischer Freilegung abgenommen. Die originale Vergoldung der geschnitzten Verzierungen konnte in großen Teilen freigelegt werden. Fehlstellen der Vergoldungen und Marmorierung wurden behutsam rekonstruiert und farblich eingestimmt.

Wir danken dem wunderbaren Team aus Restauratoren und Vergoldern die bei der Umsetzung der Restaurierung mitgewirkt haben!

Restaurierung Ausstattung Kirchen

Letztes Jahr im Frühling waren wir betraut mit der Konservierung und Restaurierung an einem ganz besonderen Platz in der Eifel. Die Rokoko – Ausstattung der Schankweiler Klause in der Südeifel sollte gereinigt werden von Baustaub und Ablagerungen von Kerzenruß und Insektendreck.Um gut an die Objekte, wie Kanzel und Hochaltar zu kommen und alle Kanten und Ecken bearbeiten zu können haben wir auf einem Steiger gearbeitet, der uns in luftige Höhen der Kapelle der Schankweiler Klause befördert hat. Außerdem führten wir Arbeiten in der Liebfrauenkirche zu Koblenz aus.

                      

Restaurierung von Ausstattung

Letztes Jahr im Frühling waren wir betraut mit der Konservierung und Restaurierung an einem ganz besonderen Platz in der Eifel. Die Rokoko – Ausstattung der Schankweiler Klause in der Südeifel sollte gereinigt werden von Baustaub und Ablagerungen von Kerzenruß und Insektendreck.

Um gut an die Objekte, wie Kanzel und Hochaltar zu kommen und alle Kanten und Ecken bearbeiten zu können haben wir auf einem Steiger geearbeitet, der uns in luftige Höhen der Kapelle der Schankweiler Klause befördert hat.

Tag der Restaurierung am 13.10.2019

Zum zweite Mal findet der Europäische Tag der Restaurierung statt!

Unter dem Motto:

Tür öffne Dich! – Restaurierung in der Jesuitenkirche Koblenz

führten wir im vergangenen Jahr interessierte Besucher in unseren Arbeitsalltag ein. Zu sehen waren eine Auswahl von Werkzeugen und Materialien zum Restaurieren und Vergolden.

Dieses Jahr sind wir im Kreis Mayen Koblenz nicht dabei, haben aber schon Pläne für das kommende Jahr. Wer etwas über Restaurierung am Tag der Restaurierung erfahren will sollte auf diese website schauen:

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AM 13. OKTOBER 2019
VERANSTALTET DER VERBAND DER RESTAURATOREN
DEN ERSTEN EUROPÄISCHEN TAG DER RESTAURIERUNG
IN DEUTSCHLAND.
Deutschland- und europaweit geben Restauratoren an
diesem Sonntag exklusive Einblicke in ihre Arbeitsplätze,
die sich in Museen, privaten Ateliers, den Hochschulen,
Denkmalämtern und Schlösserverwaltungen befi nden.
Wir laden herzlich dazu ein, Fallbeispiele aktueller
Konservierungs- und Restaurierungsprojekte kennenzulernen.
Teilen Sie an diesem Tag mit uns die Begeisterung
für das Erforschen und Bewahren von Kunstwerken und
Kulturgütern.
Wir freuen uns auf Sie!
Alle teilnehmenden Restauratoren, Veranstaltungsorte
und Informationen finden Sie unter

Bild von der Wand gefallen? Finger abgebrochen? Vergoldung abgerieben? Firnis trübe geworden?

Risse in der Leinwand? Bruchstellen im Holz oder Farbabblätterungen:

Wer hilft bei beschädigten Kunstwerken? Ob alte Meister oder Moderne Kunst?

Wir nehmen Ihre Kunstwerke gerne unter die Lupe und beraten Sie zu Restaurierung, Ausstellung oder Lagerung.

Restaurierung_Ölgemälde_reinigen

Gemälde restaurieren

„Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.“

 

Pablo Picasso

Neben Gemälden restaurieren wir Skulpturen und Ausstattung von Kirchen und Schlössern.

In den letzten Jahren haben wir einige sehr spannende Restaurierungen durchgeführt. Darunter waren Gemälde und Skulturen aus 500 Jahre Kunstgeschichte. Hier einige Schadensbilder und Arbeitsbeispiele von den durchgeführten Restaurierungs-Maßnahmen.

Haben Sie auch ein Gemälde oder eine Skulptur, die untersucht, konserviert oder restauriert werden soll? Rufen Sie uns einfach an, wir beraten Sie gerne: 0261-22461
Materialien für eine Rißverklebung einer Leinwand

 Festigung der losen Malschicht an Bildträger mittles Leim und Wärme

Festigung von gelöster Malschicht mittels Störleim und Wärme, links: Arbeit im Atelier 2014

     Restaurierung-Kittung-Skulptur-Rochus-Tuffstein

links: während Firnisabnahme, Porträt aus de 16. Jahrhundert, links: Skulptur mit farbiger Fassung

     

rechts: Reinigung der Oberfläche einer Skulptur, Heilige, rechts: Festigung von Fassung an Altar mit Spritze

     

links: Reinigung der Oberfläche Altar   rechts: schützender Firnis wird mit Spritzpistole aufgetragen

Kastor-Kirche Koblenz

Installation des Zieglein-Altars (um1598) in der Kastor-Kirche zu Koblenz

Nach einer aufwendigen Restaurierung wurde der Klappaltar in der Kastor-Kirche installiert. In Koblenz sind nur noch wenige Werke der ausgehenden Renaissance verblieben. Kriege und Brände haben sehr viele Bauwerke und Kunstwerke des Mittelalters und der Renaissance venichtet. Um so erfreulicher, dass dieser kleine Klappaltar die Jahrhunderte überdauert hat und in einen authentischen Zustand gebracht werden konnte. In Zusammenarbeit mit Diplom-Restauratorin Mechthild Meckmann wurden Übermalungen des 19. Jahrhunderts zugunsten der gut erhaltenen originalen Malerei abgenommen. Weitere Maßnahmen waren: Holzverleimungen, Kittungen und Retusche. Die Retusche wurde aufwendig gearbeitet in Manier einer Strichretusche, Trateggio genannt.

Nach dem Nikolaus-Fiasko ein sehr schöner Artikel von Dr. Kallenbach in der Rhein-Zeitung. Wir freuen uns darüber und auch über die sehr schöne Installation von Herrn Hoppen!