Konservierung einer barocken Holzskulptur
Anobienbefall und Schäden durch den „Holzwurm“
Barocke Holzskulpturen sind häufig aus weichen Hölzern wie Linde geschnitzt und können dadurch besonders anfällig für einen Befall durch Anobien, umgangssprachlich „Holzwurm“, sein. Bei der Konservierung einer barocken Holzskulptur ist vor allem auf die Schädigung des Holzes zu achten.
Bei einer barocken Pietà hatte ein langjähriger Anobienbefall das Holz stark geschädigt. Es zeigten sich zahlreiche Fehlstellen, Ausbrüche und stark poröse Bereiche.




Schäden und Konservierung
Vor der Restaurierung wurde die Skulptur durch eine Wärmebehandlung gegen den Schädlingsbefall behandelt. Anschließend wurde das stark geschädigte Holz gefestigt.
Fehlstellen und größere Hohlräume wurden durch Stäbchenergänzungen geschlossen und die fehlenden Bereiche handwerklich wieder aufgebaut. Anschließend wurde die farbige Fassung mit Kreidekitt und Kreidegrund ergänzt und farblich angepasst.
So konnte die geschädigte Holzsubstanz stabilisiert und die ursprüngliche Form und Wirkung der Skulptur wiedergewonnen werden.
Gut zu wissen
Frisches Bohrmehl und neu auftretende Bohrlöcher können auf einen aktiven Anobienbefall hinweisen. Bei historischen Holzskulpturen sollte der Befall fachlich beurteilt werden, bevor weitere Schäden an Holz und Fassung entstehen.
Holzskulpturen fachgerecht konservieren
Als Diplom-Restauratorin Katrin Etringer konserviere und restauriere ich historische Holzskulpturen und gefasste Holzobjekte in Koblenz und der Region.
→ Restaurierung von Holzskulpturen
→ Konservatorische Betreuung von Kunstwerken
Über 20 Jahre Erfahrung in Restaurierung und Denkmalpflege.
