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Restaurierung von Holztafelgemälden – Konservierung historischer Tafelmalerei

Restaurierung von Holztafelgemälden – Konservierung historischer Tafelmalerei

Jedes Holztafelgemälde hat seine eigene Geschichte. Gebrauchsspuren, Alterungsprozesse und selbst manche Beschädigungen sind Teil seiner Vergangenheit. Restaurierung bedeutet für mich deshalb nicht, ein Kunstwerk zu erneuern, sondern seine Geschichte zu bewahren.

© Kunstkonservierung.de | Diplom Restauratorin Katrin Etringer | Kontakt | Impressum

Respekt vor der Originalsubstanz und großer Sorgfalt begleite ich jedes Objekt auf seinem Weg in die Zukunft.

Holztafelgemälde gehören zu den ältesten und zugleich faszinierendsten Bildträgern der europäischen Kunstgeschichte. Bereits im Mittelalter entstanden Altäre, Flügelretabel, Andachtsbilder und Ikonen auf sorgfältig vorbereiteten Holztafeln. Viele dieser Werke haben Jahrhunderte überdauert und beeindrucken noch heute durch ihre künstlerische Qualität und ihre handwerkliche Meisterschaft.

Im Gegensatz zu Leinwand ist Holz jedoch ein lebendiger Naturwerkstoff. Es verändert sich während seines gesamten Lebens und reagiert empfindlich auf Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Diese natürlichen Bewegungen des Holzes wirken sich unmittelbar auf die darüberliegenden Schichten aus Kreidegrund, Malschicht und Firnis aus. Im Laufe der Zeit entstehen dadurch häufig Risse, Verformungen, Ablösungen der Malschicht oder Farbverluste.

Jedes Holztafelgemälde erzählt seine eigene Geschichte. Alterungsprozesse, frühere Restaurierungen, unterschiedliche Holzarten und individuelle Maltechniken führen dazu, dass kein Objekt dem anderen gleicht. Deshalb beginnt jede Restaurierung mit einer sorgfältigen Untersuchung des Kunstwerks. Erst wenn Aufbau, Materialien und Schadensursachen genau bekannt sind, kann ein Restaurierungskonzept entwickelt werden, das den langfristigen Erhalt der historischen Originalsubstanz in den Mittelpunkt stellt.

Die Restaurierung verfolgt dabei nicht das Ziel, ein Kunstwerk „neu“ erscheinen zu lassen. Vielmehr geht es darum, seine Stabilität zu sichern, weitere Schäden zu verhindern und seine historische Aussagekraft für kommende Generationen zu bewahren. Jede Maßnahme erfolgt so schonend wie möglich und orientiert sich an den anerkannten restaurierungsethischen Grundsätzen.


Holztafelgemälde – Zeugnisse europäischer Kunstgeschichte

Über viele Jahrhunderte war Holz der wichtigste Bildträger der europäischen Malerei. Besonders zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert entstanden zahlreiche Tafelgemälde für Kirchen, Klöster und private Andachtsräume. Erst mit der zunehmenden Verbreitung der Leinwand verlor die Holztafel ihre dominierende Bedeutung.

Je nach Region wurden unterschiedliche Holzarten verwendet. In Nord- und Mitteleuropa bestanden Bildträger häufig aus Eichenholz, während in Italien vor allem Pappel zum Einsatz kam. Auch Lindenholz, Nadelholz oder Nussbaum wurden für Gemälde verwendet. Jede Holzart besitzt eigene materialtechnische Eigenschaften und altert auf unterschiedliche Weise.

Vor dem eigentlichen Malprozess wurde die Holztafel sorgfältig vorbereitet. Mehrere Schichten aus tierischem Leim und Kreide bildeten den sogenannten Kreidegrund. Erst auf dieser glatten Oberfläche entstanden Malereien in Tempera- oder später in Öltechnik. Häufig folgten abschließend Firnisse oder Vergoldungen, die das Erscheinungsbild zusätzlich prägten.

Zu den bedeutendsten Holztafelgemälden gehören Flügelaltäre, Retabel, Heiligendarstellungen und Ikonen. Trotz ihrer unterschiedlichen Entstehungsgeschichte besitzen sie einen vergleichbaren technischen Aufbau. Gerade dieses Zusammenspiel verschiedener Materialien macht Holztafelgemälde besonders empfindlich gegenüber Alterungsprozessen.

Warum Holztafelgemälde altern

Holz ist ein hygroskopischer Naturwerkstoff. Das bedeutet, dass es ständig Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnimmt und wieder abgibt. Verändert sich die relative Luftfeuchtigkeit, verändert sich auch das Volumen des Holzes. Es quillt bei hoher Feuchtigkeit und schwindet in trockener Umgebung.

Diese natürlichen Bewegungen begleiten eine Holztafel über Jahrhunderte. Während der Holzträger arbeitet, bleiben die darüberliegenden Schichten aus Kreidegrund und Malschicht vergleichsweise starr. Dadurch entstehen Spannungen zwischen den einzelnen Materialien. Im Laufe der Zeit können sich feine Risse bilden, die Grundierung hebt sich vom Holz ab oder die Malschicht beginnt sich schollenartig zu lösen.

Besonders problematisch sind starke Klimaschwankungen, wie sie häufig in unbeheizten Kirchen oder in Wohnräumen mit wechselnder Luftfeuchtigkeit auftreten. Auch direkte Sonneneinstrahlung oder die Nähe zu Heizkörpern können Alterungsprozesse beschleunigen.

Nicht selten stammen Schäden jedoch auch aus früheren Restaurierungen. Im 19. Jahrhundert wurden Holztafeln häufig gedünnt oder mit sogenannten Parkettierungen versehen. Diese Maßnahmen sollten den Bildträger stabilisieren, führten jedoch oftmals zu neuen Spannungen im Holz und damit zu zusätzlichen Rissen oder Verformungen.

Die Kenntnis dieser Alterungsprozesse bildet die Grundlage jeder fachgerechten Restaurierung. Ziel ist nicht, sämtliche Alterungsspuren zu beseitigen, sondern den historischen Bestand langfristig zu sichern und weitere Schäden zu verhindern.


Typische Schäden an Holztafelgemälden

Im Laufe vieler Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte entstehen an Holztafelgemälden unterschiedliche Schadensbilder. Häufig treten mehrere Schäden gleichzeitig auf und beeinflussen sich gegenseitig.

Zu den häufigsten Schäden gehören:

  • Risse und Fugen im Holzträger
  • Verformungen oder Schüsselungen der Holztafel
  • Ablösungen von Grundierung und Malschicht
  • Schollenbildung und Farbverluste
  • vergilbte oder nachgedunkelte Firnisse
  • frühere Übermalungen
  • Schäden durch Holzschädlinge oder Pilzbefall
  • Spannungen infolge früherer Restaurierungen
  • Verschmutzungen und Ablagerungen auf der Oberfläche

Jedes Schadensbild erfordert eine individuelle restauratorische Beurteilung. Nicht jeder Riss muss geschlossen werden, und nicht jede Verformung lässt sich oder sollte vollständig zurückgeführt werden. Entscheidend ist immer die Frage, welche Maßnahmen zum langfristigen Erhalt des Kunstwerks notwendig sind und welche historischen Spuren bewusst erhalten bleiben sollten.

Konservierung und Restaurierung von Holztafelgemälden

Die Restaurierung eines Holztafelgemäldes beginnt nicht mit der eigentlichen Behandlung, sondern mit einer sorgfältigen Untersuchung. Jedes Kunstwerk besitzt seine eigene Geschichte. Alter, Holzart, Maltechnik, frühere Restaurierungen und die Ursachen der vorhandenen Schäden unterscheiden sich von Objekt zu Objekt. Deshalb gibt es keine standardisierte Restaurierung, sondern immer eine individuelle Lösung.

Vor jeder Maßnahme werden der Erhaltungszustand und die verwendeten Materialien dokumentiert. Dabei wird untersucht, welche Veränderungen auf natürliche Alterungsprozesse zurückzuführen sind und welche Schäden durch frühere Eingriffe oder ungünstige klimatische Bedingungen entstanden sind. Erst danach wird entschieden, welche konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen notwendig und sinnvoll sind.

Im Mittelpunkt steht dabei stets der Erhalt der historischen Originalsubstanz. Jede Behandlung erfolgt nach dem Grundsatz der minimalen Intervention: Es wird nur so viel eingegriffen, wie für die langfristige Sicherung des Kunstwerks erforderlich ist.


Untersuchung und Dokumentation

Eine sorgfältige Dokumentation bildet die Grundlage jeder Restaurierung. Sie umfasst die fotografische Erfassung des Gemäldes sowie die Beschreibung des Bildträgers, der Malschicht und aller vorhandenen Schäden.

Je nach Objekt können Untersuchungen im Streiflicht oder unter UV-Licht zusätzliche Hinweise auf frühere Übermalungen, ältere Restaurierungen oder Veränderungen der Oberfläche liefern. Die genaue Analyse ermöglicht es, Schadensursachen zu erkennen und geeignete Maßnahmen auszuwählen.


Festigung von Malschicht und Grundierung

Zu den häufigsten Schäden historischer Holztafelgemälde gehören gelockerte oder aufstehende Malschichten. Ursache sind meist die natürlichen Bewegungen des Holzträgers, Alterungsprozesse der Bindemittel oder klimatische Schwankungen.

Vor jeder weiteren Behandlung müssen gefährdete Bereiche gesichert werden. Hierbei werden lose Farb- und Grundierungsschichten mit geeigneten Restaurierungsmaterialien gefestigt und wieder dauerhaft mit dem Bildträger verbunden. Ziel ist es, weitere Substanzverluste zu verhindern und die originale Malschicht langfristig zu erhalten.

Gerade diese Arbeiten erfordern viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Jede Malschicht reagiert unterschiedlich auf Feuchtigkeit, Wärme und Druck. Deshalb wird das Vorgehen individuell auf das jeweilige Kunstwerk abgestimmt.


Stabilisierung des Holzträgers

Auch der Holzträger selbst kann konservatorische Maßnahmen erforderlich machen. Risse, geöffnete Fugen oder Verformungen beeinträchtigen nicht nur die Stabilität der Holztafel, sondern wirken sich häufig auch auf die darüberliegende Malerei aus.

Je nach Schadensbild können Holzverbindungen gesichert, Risse verleimt oder instabile Bereiche konsolidiert werden. Verformte Holztafeln lassen sich in geeigneten Fällen unter kontrollierten klimatischen Bedingungen behutsam rückformen. Dabei steht niemals die vollständige „Korrektur“ der Holztafel im Vordergrund, sondern die dauerhafte Stabilisierung des Kunstwerks.

Frühere Restaurierungen stellen Restauratorinnen und Restauratoren dabei häufig vor besondere Herausforderungen. Historische Parkettierungen oder starre Verstärkungen können heute selbst Ursache neuer Spannungen sein und müssen im Einzelfall restauratorisch bewertet werden.


Oberflächenreinigung und Firnisabnahme

Im Laufe der Zeit lagern sich Staub, Ruß und andere Verschmutzungen auf der Oberfläche eines Gemäldes ab. Hinzu kommen gealterte Firnisse, die vergilben oder nachdunkeln und dadurch die ursprüngliche Farbigkeit verändern.

Vor jeder Reinigung wird sorgfältig geprüft, wie empfindlich die Malschicht auf Lösungsmittel oder Feuchtigkeit reagiert. Erst nach entsprechenden Tests wird entschieden, welche Reinigungsmethode für das jeweilige Gemälde geeignet ist.

Die Abnahme eines vergilbten Firnisses kann Farben, Kontraste und Tiefenwirkung oft eindrucksvoll wieder sichtbar machen. Gleichzeitig bleibt die historische Malschicht vollständig erhalten. Ziel ist nicht ein möglichst „neues“ Erscheinungsbild, sondern die Wiedergewinnung der ursprünglichen Lesbarkeit des Kunstwerks.


Kittung und Retusche

Fehlstellen in Grundierung und Malschicht werden nach Abschluss der konservatorischen Arbeiten gegebenenfalls gekittet und retuschiert. Voraussetzung dafür ist, dass der Bildträger und die originale Malschicht zuvor dauerhaft gesichert wurden.

Retuschen dienen ausschließlich der visuellen Integration von Fehlstellen. Sie ergänzen keine verlorene Malerei, sondern helfen dem Betrachter, das Kunstwerk wieder als harmonische Einheit wahrzunehmen. Restauratorische Ergänzungen bleiben dabei grundsätzlich von der historischen Originalsubstanz unterscheidbar und orientieren sich an den anerkannten restaurierungsethischen Grundsätzen.


Jede Restaurierung ist einzigartig

Kein Holztafelgemälde gleicht dem anderen. Unterschiedliche Holzarten, historische Maltechniken, Alterungsprozesse und frühere Restaurierungen führen dazu, dass jedes Objekt individuelle Anforderungen stellt. Deshalb gibt es keine allgemeingültige Lösung.

Erfahrung, sorgfältige Untersuchung und ein respektvoller Umgang mit der historischen Substanz bilden die Grundlage jeder Restaurierungsentscheidung. Ziel ist es stets, das Kunstwerk langfristig zu erhalten und seine Geschichte für zukünftige Generationen sichtbar zu bewahren.

Restaurierungsbeispiele aus unserer Werkstatt

Jedes Holztafelgemälde stellt eigene Anforderungen an die Restaurierung. Alter, Holzart, Maltechnik und die individuelle Schadensgeschichte machen jedes Objekt einzigartig. Deshalb gleicht keine Restaurierung der anderen. Die folgenden Beispiele geben einen Einblick in unterschiedliche Aufgabenstellungen und zeigen, wie vielfältig die konservatorische Arbeit an historischen Holztafelgemälden sein kann.

Restaurierung eines Klappaltars

Zu den besonderen Projekten unserer Werkstatt gehörte die Restaurierung zweier Flügel eines historischen Klappaltars. Die Tafeln zeigen den Stifter des Altars sowie den heiligen Kastor, nach dem die Koblenzer Kastorkirche benannt ist.

Im Mittelpunkt der Restaurierung standen die Sicherung der historischen Malschicht sowie konservatorische Maßnahmen am Holzträger. Ziel war es, den Erhaltungszustand langfristig zu stabilisieren und gleichzeitig den historischen Charakter des Kunstwerks zu bewahren. Der Klappaltar wurde im Jahr 2018 restauriert und konnte anschließend wieder in seinem historischen Zusammenhang werden.



Freilegung des Zieglein-Altars aus der Kastorkirche in Koblenz

Ein besonders anspruchsvolles Restaurierungsprojekt war die Restaurierung der Mitteltafel des Zieglein-Altars von 1594 aus der Koblenzer Kastorkirche. Die Arbeiten erfolgten in Zusammenarbeit mit der Diplom-Restauratorin Mechthild Meckmann.

Das Gemälde (Mitteltafel) war im Laufe seiner Geschichte vollständig übermalt worden. Ziel der Restaurierung war es, die originale Malerei wieder sichtbar zu machen, ohne die historische Substanz zu gefährden.

In Zusammenarbeit mit Diplom-Restauratorin Mechthild Meckmann wurde dieses Tafelgemälde (Mitteltafel des Zieglein-Altars (1594) aus Koblenz, Kastor-Kirche) restauriert. Hier sieht man die Phase der Freilegung, eine spätere Übermalung konnte mechanisch abgetragen werden, ein aufwendiger und langwieriger Prozess, der sich aber gelohnt hat.

Die spätere Übermalung wurde deshalb in sorgfältiger Handarbeit mechanisch freigelegt. Diese Arbeit erforderte viel Geduld, Erfahrung und restauratorisches Fingerspitzengefühl. Erst nach Abschluss der Freilegung konnten Fehlstellen gekittet und anschließend zurückhaltend retuschiert werden.

Solche Restaurierungen zeigen eindrucksvoll, wie wichtig eine sorgfältige Untersuchung und ein behutsames Vorgehen sind. Jede Entscheidung wird unmittelbar am Objekt getroffen und orientiert sich am Erhalt der originalen Malschicht.


Restaurierung einer historischen Ikone

Auch Ikonen gehören kunsttechnologisch zu den Holztafelgemälden. Ihr Aufbau ähnelt dem mittelalterlicher Tafelbilder: Ein Holzträger wird mit einer Kreidegrundierung versehen und anschließend bemalt. Charakteristisch ist häufig eine aufwendige Vergoldung.

Die Restaurierung einer runden Ikone stellte unsere Werkstatt vor besondere Herausforderungen. Die Holztafel war vollständig durchgebrochen und in zwei Teile zerfallen. Zusätzlich wiesen Grundierung, Malschicht und Vergoldung zahlreiche Fehlstellen auf.

Nach der sorgfältigen Verleimung des Holzträgers wurden zunächst die gefährdeten Bereiche gefestigt. Anschließend konnten Fehlstellen gekittet, retuschiert und Bereiche der Vergoldung restauratorisch ergänzt werden. Ziel war auch hier nicht eine vollständige Erneuerung des Kunstwerks, sondern die Sicherung der historischen Substanz und die Wiederherstellung eines harmonischen Gesamteindrucks.

Gerade an solchen Beispielen zeigt sich, wie eng die Restaurierung des Holzträgers und die Konservierung der Malschicht miteinander verbunden sind.


Präventive Konservierung – Schäden vermeiden statt reparieren

Die eigentliche Restaurierung ist häufig nur ein Teil des langfristigen Erhalts eines Kunstwerks. Ebenso wichtig ist die präventive Konservierung. Durch geeignete klimatische Bedingungen lassen sich viele Schäden vermeiden oder zumindest deutlich verlangsamen.

Holz reagiert dauerhaft auf Veränderungen seiner Umgebung. Besonders starke Schwankungen der Luftfeuchtigkeit führen dazu, dass der Holzträger quillt oder schwindet. Diese Bewegungen übertragen sich auf Grundierung und Malschicht und können langfristig zu neuen Rissen oder Ablösungen führen.

Für historische Holztafelgemälde empfehlen sich deshalb möglichst konstante Umgebungsbedingungen. Dazu gehören:

  • möglichst gleichmäßige Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit
  • Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung
  • ausreichender Abstand zu Heizkörpern oder Kaminöfen
  • fachgerechte Aufhängung und Lagerung
  • regelmäßige Kontrolle auf Insektenbefall oder Schimmel
  • vorsichtiger Transport und sachgerechte Verpackung

Gerade in Kirchen oder historischen Gebäuden lassen sich starke Klimaschwankungen nicht immer vermeiden. Umso wichtiger ist eine regelmäßige konservatorische Kontrolle, damit kleinere Schäden frühzeitig erkannt und gesichert werden können.


Warum sich eine fachgerechte Restaurierung lohnt

Historische Holztafelgemälde sind weit mehr als dekorative Bilder. Sie sind Zeugnisse der Kunst-, Kultur- und Zeitgeschichte. Jede originale Malschicht, jede Holzverbindung und jede Alterungsspur erzählt einen Teil ihrer Geschichte.

Eine fachgerechte Restaurierung trägt dazu bei, diese Geschichte zu bewahren. Sie verhindert den weiteren Verlust historischer Substanz, verbessert die Stabilität des Kunstwerks und ermöglicht es, Farben, Formen und Bildinhalte wieder besser wahrzunehmen.

Dabei geht es nicht darum, ein Gemälde möglichst neu erscheinen zu lassen. Vielmehr soll seine Authentizität erhalten bleiben. Alterungsspuren gehören oft zur Geschichte eines Kunstwerks und werden deshalb bewusst respektiert. Restaurierung bedeutet immer den sorgfältigen Ausgleich zwischen Erhaltung, Lesbarkeit und historischem Respekt.

Jedes Holztafelgemälde erzählt seine eigene Geschichte. Ziel meiner restauratorischen Arbeit ist es, diese Geschichte zu bewahren und die historische Originalsubstanz für kommende Generationen zu sichern. Gerne berate ich Sie persönlich und begutachte Ihr Kunstwerk, um gemeinsam die geeigneten konservatorischen Maßnahmen zu entwickeln.


Häufig gestellte Fragen zur Restaurierung von Holztafelgemälden

Kann eine gerissene Holztafel restauriert werden?

Ja, in vielen Fällen lassen sich Risse oder geöffnete Fugen konservatorisch behandeln. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt von der Ursache und vom Zustand des Holzträgers ab. Nicht jeder Riss muss vollständig geschlossen werden. Entscheidend ist, dass die Stabilität des Kunstwerks erhalten bleibt und sich keine weiteren Schäden an der Malschicht entwickeln.


Warum lösen sich Malschichten von einer Holztafel?

Die häufigste Ursache sind Spannungen zwischen dem Holzträger und den darüberliegenden Schichten aus Grundierung und Malschicht. Holz reagiert auf Veränderungen der Luftfeuchtigkeit und verändert dabei sein Volumen. Die Malschicht kann diesen Bewegungen nur begrenzt folgen. Dadurch entstehen Ablösungen, Schollenbildungen oder Farbverluste.


Können Holzwurmschäden behandelt werden?

Ja. Voraussetzung ist zunächst, dass kein aktiver Schädlingsbefall mehr vorhanden ist. Anschließend kann der geschädigte Holzträger stabilisiert und konservatorisch behandelt werden. Ziel ist es, die Tragfähigkeit des Holzes zu sichern und weitere Substanzverluste zu verhindern.


Muss ein vergilbter Firnis immer entfernt werden?

Nicht unbedingt. Vor einer Firnisabnahme wird sorgfältig geprüft, ob sie restauratorisch sinnvoll ist. Ein stark vergilbter Firnis verändert häufig die Farbwirkung des Gemäldes erheblich und kann Details überdecken. Ist die originale Malschicht stabil und erlaubt ihr Erhaltungszustand eine Reinigung, kann die Abnahme des Firnisses die ursprüngliche Farbigkeit wieder deutlich besser sichtbar machen.


Wie lange dauert die Restaurierung eines Holztafelgemäldes?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Umfang und Dauer richten sich nach Größe, Zustand und Schadensbild des Kunstwerks. Kleinere konservatorische Maßnahmen können innerhalb weniger Wochen durchgeführt werden. Umfangreiche Restaurierungen historischer Altartafeln oder Ikonen nehmen dagegen oft mehrere Monate in Anspruch.


Wird ein restauriertes Gemälde wieder wie neu aussehen?

Nein – und genau das ist auch nicht das Ziel einer Restaurierung.

Eine fachgerechte Restaurierung respektiert die Geschichte eines Kunstwerks. Ziel ist es, die historische Originalsubstanz zu erhalten, Schäden zu sichern und die Lesbarkeit des Gemäldes zu verbessern. Alterungsspuren gehören häufig zur Geschichte eines Kunstwerks und bleiben deshalb bewusst erhalten.


Können auch Ikonen restauriert werden?

Ja. Ikonen gehören kunsttechnologisch zu den Holztafelgemälden. Neben dem Holzträger sind häufig Kreidegrund, Temperamalerei und Vergoldung zu berücksichtigen. Die Restaurierung erfolgt deshalb ebenso behutsam wie bei mittelalterlichen Tafelgemälden.


Wie sollte ein Holztafelgemälde aufbewahrt werden?

Für den langfristigen Erhalt sind möglichst konstante klimatische Bedingungen entscheidend. Große Schwankungen der Luftfeuchtigkeit oder Temperatur sollten vermieden werden. Ebenso ungünstig sind direkte Sonneneinstrahlung, Heizkörper oder feuchte Außenwände. Gerne beraten wir Sie zur sachgerechten Aufbewahrung und Präsentation Ihres Kunstwerks.


Restaurierung historischer Holztafelgemälde in Koblenz – bundesweit tätig

Unser Restaurierungsatelier in Koblenz betreut seit vielen Jahren private Sammler, Kirchengemeinden, öffentliche Einrichtungen und Denkmalbehörden bei der Konservierung und Restaurierung historischer Kunstwerke.

Zu den restaurierten Objekten gehören unter anderem mittelalterliche Tafelgemälde, barocke Altäre, Ikonen sowie Gemälde auf Holz unterschiedlicher Epochen. Jede Restaurierung beginnt mit einer sorgfältigen Untersuchung und einer individuellen Beratung. Gemeinsam wird entschieden, welche konservatorischen Maßnahmen dem jeweiligen Kunstwerk langfristig zugutekommen.

Auch außerhalb von Rheinland-Pfalz übernehmen wir Restaurierungsprojekte und arbeiten regelmäßig für Auftraggeber im Rhein-Main-Gebiet, in Nordrhein-Westfalen sowie darüber hinaus.

Wenn Sie Fragen zur Restaurierung eines Holztafelgemäldes haben oder den Erhaltungszustand eines Kunstwerks beurteilen lassen möchten, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.


Mein persönliches Schlusswort

Die Restaurierung historischer Kunstwerke bedeutet für mich vor allem, Verantwortung für das kulturelle Erbe zu übernehmen. Jedes Holztafelgemälde ist ein einzigartiges Zeugnis seiner Zeit. Ziel meiner Arbeit ist es, seine historische Substanz zu bewahren und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass auch zukünftige Generationen diese Kunstwerke erleben können.

Ich nehme mir Zeit für jedes Objekt und entwickle auf Grundlage einer sorgfältigen Untersuchung ein individuelles Restaurierungskonzept. Denn keine Holztafel gleicht der anderen – und genau das macht die Arbeit als Restauratorin so faszinierend.


Tel.: 0261-22461

oder mail

etringer@restauratorin.net

Unser Atelier in Koblenz arbeitet auch überregional, wir haben auch Referenzen in Mainz und im Rheingau. Gerne begutachten wir Ihr Objekte vor Ort bei Anfrage.

Wer restauriert Gemälde in Frankfurt?

In Frankfurt bestehen Kooperationen mit anderen Restaurierungsateliers und Kunstsammlungen.

Wer restauriert Gemälde in Trier?

In Trier haben wir uns einen Namen gemacht mit unserem Restaurierungsatelier. Wir haben namhafte Gemälde in öffentlichen Sammlungen und Kirchen restauriert. Außerdem haben wir eine Referenzliste über Skulpturen und Altären, die in Trier konserviert werden. Wir freuen uns, dass wir das Mattheiser Gnadenbild aus St. Matthias restaurieren durften.

Wer restauriert Gemälde in Bonn?

In Bonn sind wir regelmäßig. Eine wichtige Referenz ist die Beethovenhalle von Bonn, wir haben dort die großformatigen Gemälde restauriert.

Restaurierung von Holztafelgemälden in Koblenz, Rheinland-Pfalz sowie bundesweit nach individueller Abstimmung.

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